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Thomas von Aquin meinte...
Eigentlich müßte jeder Mann ausschließlich männliche Kinder zeugen. Nur durch widrige Umstände wie durch feuchte Südwinde mit viel Niederschlägen produziere er während der Begattung Mädchen. Kurz und gut: die Frau ist nichts anderes als ein mißglückter Mann oder ein unvollkommener Mensch!

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Etymologie

Das heute gebräuchliche Wort Imker gab es im Mittelalter noch nicht. Damals sprach man je nach Landstrich vom Bütener, Beutner oder Zeidler. Vom zeideln, dem Herausbrechen bzw. -schneiden der Honigwaben aus dem Bienenstock, leiten sich auch Begriffe wie Zeidelbär (der kleine Braunbär, auch Honigbär genannt) oder Zeidelweide (die Korbweide, aus deren jungen Trieben ab dem 14. Jahrhundert Bienenkörbe geflochten wurden) ab.


Bienenzüchter im Mittelalter

Zuckerrohr und auch Zuckerrüben waren im Mittelalter noch nicht bekannt - oder zumindest noch nicht in Mitteleuropa in Gebrauch. Daher stellte Honig die einzige Möglichkeit dar, Speisen und Getränke zu süssen. Zudem war es der zentrale Bestandteil von Met, der im 12. Jahrhundert als Getränk noch wesentlich weiter verbreitet war als der teure und schwer zu beschaffende Wein oder das bittere Bier. Dementsprechend war Honig ein gefragtes Produkt und die Imker trotz ihrer berufsbedingt zurückgezogenen Lebensweise geachtete Leute.

Bienenzucht im heutigen Sinne gab es im Mittelalter nicht. Die Bienen waren wilde Waldbienen, denen der Bienenzüchter ideale Nistplätze herstellte und wohl auch nicht selten bei der Platzwahl eines neuen Bienenvolkes geschickt nachhalf. Für die Bienen wurde im Wald, meist in Waldrandnähe ein Baum entkront oder zumindest radikal ausgedünnt und im obersten verbleibenden Teil ein möglichst großer Hohlraum geschaffen oder eine natürliche Baumhöhle genutzt. Außerdem wurde dafür gesorgt, dass die Sonne den zukünftigen Bienenstock bescheinen und damit erwärmen konnte.


Bienenzucht im Mittelalter

Bienenzucht im Mittelalter

War ein solcher Platz gefunden, wurde die große Öffnung mit Brettern zu einem kleinen Einflugloch verengt, um das Bienenvolk vor Fressfeinden und Honigdieben zu schützen. Die Honigernte fand überwiegend im Frühjahr statt, wenn die Natur neue Nahrung für die Bienen bot. Die noch gefüllten Waben wurden einfach aus dem Stock gebrochen und Wachs von Honig getrennt.

Neben dem Honig war das Bienenwachs ein sehr gefragter Rohstoff, der für viele Zwecke verwendet wurde. Neben der offensichtlichen Verwendung als Kerzenwachs, wie es vor allem in Kirchen und Kapellen zum Einsatz kam, benötigte man Wachs auch für die Notizbücher des Mittelalters: die Wachstafeln. Auf einem dünnen, gerahmten Brett wurde eine Wachsschicht aufgetragen, in die dann mit einem einfachen Griffel Schrift eingeritzt wurde - und wenn die Notizen nicht mehr benötigt wurden, konnte man sie einfach wieder glattschmelzen.

Im Verlaufe des 12. bis 14. Jahrhunderts wurde in ganz Mitteleuropa "das Unland nutzbar gemacht" - große Waldflächen wurden in teilweise generationenlanger Arbeit gerodet und für Landwirtschaft nutzbar gemacht. Im Verlaufe dieses Prozesses verringerte sich natürlich auch die für Bienenzucht nutzbare Waldfläche, zumal es sehr viel länger dauerte, Bienen an einem neuen (ursprünglich tiefer im Wald liegenden) Standort anzusiedeln, als einen angenommenen Standort unbrauchbar zu machen. Die direkte Folge war ein rasanter Anstieg der Honigpreise, der wiederum eine Verteuerung des Mets zur Folge hatte. Nachdem der Met zunehmend unerschwinglich wurde, entwickelte sich nach und nach das wesentlich preisgünstigere Bier zum Volksgetränk Nummer eins - zumal man das im Zweifelsfall selbst brauen konnte, belegt in teilweise abenteuerlichen Rezepturen.

In der gleichen Zeit breitete sich zudem der zuvor nur mässig betriebene Weinanbau in Mitteleuropa aus, so daß Met bis zur Renaissance weitgehend unüblich war. Zucker wurde aber erst ab dem 15. Jahrhundert von den Kanarischen Inseln importiert - und auch das vorerst zu nicht bezahlbaren Preisen.